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Virtuelles Rathaus sorgt für schnelle Antworten

Stadtrat Limbach-Oberfrohna stimmt Einführung eines neuen Förderprogrammes zu - Per Netz mit Landkreis Chemnitzer Land verbunden

Limbach-Oberfrohna. Im Juli 2002 wurde in Limbach-Oberfrohna das virtuelle Rathaus eröffnet. Damit können viele Bürger per Internet ihre Fragen an die Mitarbeiter der Stadtverwaltung stellen oder sich über ein entsprechendes Formular einen Termin beim Oberbürgermeister holen. Damit bleiben vielen Limbachern die Behördengänge erspart. Nun soll diese Bürgerplattform erweitert werden, indem sich Limbach-Oberfrohna am Förderprojekt des Kommunalpolitischen Forums FAQ beteiligt. Dazu gab der Stadtrat auf seiner Sitzung am Montagabend mit 19 Ja- und einer Nein-Stimme grünes Licht.
Oberbürgermeister Hans-Christian Rickauer (CDU) wies darauf hin, dass der Stadt keinerleit Kosten entstehen, da das 148.500 Euro teure Projekt zu 80 Prozent von der Sächsischen Anstalt für kommunale Datenverarbeitung (SAKD) gefördert wird. Die restlichen Kosten übernehme die Kommunale Informationsverarbeitung Sachsen (KISA). "FAQ-Förderprogramm heißt grob übersetzt, es werden die Antworten auf die häufig gestellten Fragen darin zu finden sein. Die Limbacher haben durch das virtuelle Rathaus via Internet bereits die Möglichkeit, ihre Anliegen vorzubringen. Wir als Stadtverwaltung können aber gar nicht alle Fragen beantworten, weil beispielsweise für das Anliegen der Landkreis verantwortlich ist", erklärte Hauptamtsleiter Dietrich Oberschelp. Mit dem neuen Förderprogramm will sich die Stadt Limbach-Oberfrohna mit anderen Kommunen und dem Landkreis Chemnitzer Land vernetzen", so Oberschelp. Damit sei Limbach-Oberfrohna der Vorreiter für zusätzlichen Service der Stadt und der Kommunen im Chemnitzer Land.
Eigentlich sollte der Landkreis Annaberg dieses Förderprogramm als Pilotprojekt einführen. "Doch die Annaberger sind abgesprungen und wir haben uns bereit erklärt, das begonnene Projekt fortzusetzten", betronte der Hauptamtsleiter. FDP-Fraktionsvorsitzender Konrad Felber sieht das Ganze als positiv an: "Wenn wir die Möglichkeit haben, in dieses Förderprogramm einzusteigen, sollten wir die Chance nutzen, sonst würde es bestimmt die nächste Kommune tun."
Der Oberbürgermeister verspricht sich von diesem innovativen Informationssystem einen weiteren Synergieeffekt. "Wir hoffen innerhalb unseres Stadtentwicklungskonzeptes 2020 auf eine breite Bürgerdiskussion. Diese kann man auf Versammlungen, mit Hilfe der Medien, aber künftig auch per Internet über das neue Projekt führen". Matthias Kuhn (SPD) wollte wissen, welche Nachfolgekosten durch das FAQ-Programm entstehen? "In der Entwicklungs- und Erprobungsphase kostet es nichts. Ob wir es später weiternutzen, müssen wir selbst entscheiden", antwortete das Stadtoberhaupt.

Veröffentlichung:  09.08.2006 
Zeitung/Zeitschrift:  Freie Presse Chemnitzer Umland 
Autor:  Bernd Wild 

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